Pulsuhr Wiki – Abkürzungen, Begriffe und Wissen

Pulsuhr Wiki

Wie bereits in mehrfachen Artikel erwähnt möchten wir eine Wiki für die wichtigsten Begrifflichkeiten rund um die Pulsuhr erstellen. Immer mehr Fremdwörter, sei es in der Trainingslehre, Trainingssteuerung oder aber auch speziellen Funktionen von Pulsuhren, treffen auf den Sportler. Egal ob man sich einen Activity Tracker, eine Pulsuhr, Sport, Smartwatch oder Fitness Armband kauft. Damit man sich im Dschungel dieser Fremdwörter auskennt, haben wir dieses Wiki ins leben gerufen. Wir erweitern diese Sammlung der Begriffe ständig.

 

Aktivitätsklassen

Immer wieder kommt die Frage auf, was denn unter den  Aktivitätsklassen gemeint ist. Vor allem im Zusammenhang mit Garmin Connect trifft man auf diese Einstellungen. Wir haben dies bereits in einem ausführlichen Artikel und Video beschrieben, hier aber noch die Kurzform.

Im Grunde wird mit dieser Aktivitätsklassen der Fitnesszustand deklariert. Auf einer Skala von 1 bis 10 kann sich jeder selber einschätzen wie fit er ist.

 

Barometrischer Höhenmesser

Bei der barometrischen Höhenmessung wird mit Hilfe des Luftdruckes die Höhe am aktuellen Punkt gemessen. Je höher oder tiefer man kommt, desto mehr ändert sich auch der Luftdruck und die Höhenmeter werden darüber berechnet. Es gibt aber noch weitere Srter der Höhenmessung wie zum Beispiel die Messung über Satellit via GPS. Je nachdem wo man sich befindet und vor allem wie die Wetterbedingungen sind, kann der barometrische Höhenmesser auch mal recht ungenau sein und starke Schwankungen aufweisen.

 

Bodenkontaktzeit

Bei dieser Funktion geht es das symmetrische Laufen zu verbessern. Je besser die Bodenkontaktzeit ist, um so effizienter ist der Laufstil. Zum Einsatz dieses Parameters kommt es nur beim Laufen. Gemessen wird die Zeit vom Auftritt mit dem Ballen bis zum abrollen und verlassens des Bodens über die Zehen.

 

FTP Herzfrequenz oder Watt

Auch dieser Wert wird in der Trainingssteuerung sehr oft eingesetzt. Unterscheiden wird er dabei in die funktionale Schwelle via Watt / Leistung oder in die funktionale Schwelle via Herzfrequenz. Übersetzt heißt FTP Functional Threshold Power. Auch diese Bestimmung ist nicht einfach, denn hier muss man im Grunde verschiedene Leistungstest absolvieren. Oder aber man misst diese permanent mit einem entsprechenden Leistungssystem und bekommt somit mit der Zeit einen verlässlichen Wert. Im Grunde bestimmt man hier die maximale Leistung über einen Zeitraum von 20 Minuten. Aufgrund dieser Schwelle, kann man dann auch weitere Werte wie die Stundenleistung herleiten. Vor allem wenn es im Ausdauerbereich darum geht, konstante Leistungen abrufen zu können, zeigt einem dieser Wert, wie man sich in an seiner Schwelle zum Laktat bewegen soll.

 

Garmin Move IQ

Auch dieser Begriff tritt immer wieder auf, wenn man sich auf die Suche nach einem Pulsmesser macht. Hier vor allem bei den Pulsuhren von Garmin, denn dieser Begriff wurde auch von Garmin geschätzt. Im Grunde verbirgt sich dahinter eine Technologie, welches es nicht mehr notwendig macht seinen Workout manuell zu starten. Dies geschieht völlig automatisch. So muss man vor einem Lauf nicht händisch Start / Stop drücken.

 

Laktat

Immer wieder hört man bei Sportlern, dass sie sich in den Laktat Bereich gefahren oder gelaufen haben. Aber was hat es mit diesem Wert auf sich? Unter Laktat versteht man den Milchsäure-Einschuss in die Muskeln. Meist geht dies mit einer zu großen Leistung einher und die Muskeln reagieren damit schmerzhaft. Ein brennen und ziehen bis hin zum Krampf kann Laktat herbeiführen. Oft wird auch vom Milcheinschuss geredet. Der Sportler muss dann schlagartig seine Leistung verringern. Wer Laktat bekommt spür dies recht schnell. Umso mehr ist es wichtig genau zu wissen wo seine Laktatschwelle liegt. Meist ist diese etwas über der Funktionalen Schwelle (FTP)

 

Maximale Herzfrequenz

Die Bestimmung des Maximalpuls oder der Maximalen Herzfrequenz lässt sich nicht leicht bestimmen. Hier gibt es auch verschiedene Möglichkeiten. Im Grunde geht es darum, was das Herz maximal in der Lage ist zu arbeiten. Auch gemessen in Schlägen pro Minute.  Hier wird schnell klar, dass die Messung eine gewisse Gefahr mit sich bringt. Zuverlässig erfasst wird sie in bestimmten Leistungstest am besten unter ärztlicher Überwachung. Zudem gibt es auch eine Rechenformel, welche einem diesen Wert berechnen lässt. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass diese Formel nicht unbedingt zuverlässig ist, da die Herzfrequenz von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann.

Berechnet wie sie von einem Ausgangswert von 220 Schlägen pro Minute. Dort wird dann das Lebensalter abgezogen und nun hat man die maximale Herzfrequenz. Bei einem 35 jährigen Mann würde diese als dann 220-35=185 Schläge pro Minute sein. Bei Frauen geht man meist von einem höheren Wert (230) aus. Im Internet gibt es dazu auch jede Menge Rechner, wobei wir von dieser Methode nicht überzeugt sind.

 

NP oder auch Normalized Power

 

Dieser Wert wird auch noch bei Sportler Interessant, welche mit einem Leistungsmesser am Rad ausgestattet sind. Dieser Wert wurde um die Null-Leistungen bereinigt. Also um die Leistungen welche nicht getreten werden. Er unterscheidet sich somit auch von der Durchschnittsleistung, denn dort findet in der Berechnung alle Werte platz.

 

Vertikale Bewegung

Auch diese Funktion steht nur Läufern zur Verfügung. Sie misst das Maß an vertikaler oder besser gesagt an Hoch Tief bewegung eines Läufers. Beim speziellen Lauftraining wird versucht so wenig nach Oben zu Laufen, sondern nach Vorne. Man nennt dies auch oft Wippen eines Läufers. Eine große Leistung verpufft, je ineffizienter der Bewegungsablauf ist.

VO2max

Dieser Wert wird immer im Zusammenhang mit einer Pulsuhr genannt, aber meist nicht erklärt was dahinter steckt. Hier geht es um die maximale Sauerstoffaufnahme eines Sportlers. Aufgrund dieser Tatsache alleine ist dieser Wert enorm wichtig, denn damit lässt sich leicht die Leistungsfähigkeit bestimmen. Oft wird auch von maximaler Sauerstoffkapazität geredet. Gemessen wird in Milliliter. Gerade für die Ausdauerbelastbarkeit ist dieser Wert enorm wichtig. Je mehr Vo2max der Sportler hat, also je mehr man in einer Minute verwerten kann, desto größer ist die Leistungsfähigkeit. Um diesen genau zu bestimmen wird auch das Körpergewicht benötigt. Deshalb sollte man dies bei den Geräten von Polar, Garmin und Co immer angeben. Berechnet wird das Ganze aus der Maximalen Herzfrequenz und der Herzfrequenz in Ruhe in Verbindung mit dem Körpergewicht.

 

Ruhe Herzfrequenz – Ruhepuls

Auch die Ruhe Herzfrequenz oder oft auch Ruhepuls genannt ist ein Wert in der Messung über den Puls. Bei diesem Wert handelt es sich um die Herzfrequenz in Ruhe, also ohne Körperliche Betätigung und Anstrengung. Den Wert sollte man am Besten früh Morgens noch im Bett messen. Spitzensportler kommen hier auf Werte von um die 30 Schlägen pro Minute. Der Durchschnitt liegt sicherlich um die 60 Schläge oder Beats pro Minuten.

 

Pace / Geschwindigkeit

Unterscheiden muss man zwischen Pace und Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit wird angegeben wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Bei der Pace spricht man bei den Laufsportarten. Hier wird die Geschwindigkeit nicht in km/h, sondern in km pro Minuten angegeben. km/min

 

Schrittzähler / Schrittlänge

Immer wieder gibt es auch Irritationen über den Schrittzähler. Im Grunde scheint die Funktion klar zu sein. Die Schritte welche man zurücklegt werden gezählt. Meist machen dies die Geräte durch Beschleunigungssensoren, so dass es auch passieren kann, dass man zum Beispiel beim Schlagzeugspielen auch jede Menge Schritte gezählt bekommt. Dies hat den Grund, dass sich die Armen hier schnell und in einer ähnlichen Art und Weise wie beim Laufen bewegen und somit der Tracker oder die Pulsuhr entsprechend wertet. Verhindern lässt sich dies nicht.

Das zweite Problem ist die Messung der Schrittlänge. Über diesen Wert werden auch die zurückgelegten Kilometer / Entfernung gemessen bzw. berechnet. Dass dieser Wert passt muss die Schrittlänge exakt bestimmt werden. Diesen Wert sollte man auch in der entsprechenden Software des jeweiligen Hersteller (Garmin Connect, Fitbit, Polar…) eingeben. Wie man seine Schrittlänge bemisst wird meist auch entsprechend beschrieben. Wir geben hier einen kurze Empfehlung aus. Man sollte die Schrittlänge immer über mehrere Schritte messen. Dies bringt Zuverlässigkeit.

 

Smart Notifications

Wer seine Pulsuhr oder den Activity Tracker mit seinem Handy oder Smartphone verbindet, hat bei der Nutzung von Smart Notifications einen großen Vorteil, denn verschiedene Meldungen, welche auf dem Smartphone eingehen, werden auch auf der Pulsuhr angezeigt. Dies können zum Beispiel Mitteilungen von verschieden Apps sein, aber auch Anrufe werden auf der Pulsuhr angezeigt. SMS oder Whatsapp können ebenso angezeigt werden. Je nach verwendetem Modell gibt es auch noch die Möglichkeit, sogar direkt auf diese zu antworten. Sei es mit einer vorgefertigten Nachricht und Konserve, oder sogar durch direktes zurückschreiben.

 

Tracback

Eine Funktion welche vor allem bei hochwertigen GPS gesteuerten Pulsuhren und Outdooruhren integriert ist. Beispielhaft wäre hier die Fenix von Garmin zu nennen. Damit lässt sich via Knopfdruck die zurückgelegte Strecke umdrehen und man kommt zum Ausgangspunkt zurück. Vor allem im Gebirge oder unwegsamen Gelände eine sehr gute Funktion.

 

Leistungszustand

Garmin zeigt mit diesem Wert wie dein aktueller Leistungszustand ist. Meist findet man hier Werte zwischen -2 und +4. Während der ersten 6 bis 20 Minuten eines Lauftrainings werden hier Rückschlüsse aufgrund der Pace (Geschwindigkeit beim Laufen) und der Herzfrequenz, sowie der Herzfrequenz Variabilität gemacht. Garmin erstellt daraus einen Wert, welcher eine Abweichung vom Grundwert der VO2 max darstellt. Natürlich wird dieser Wert nur aussagekräftig, wenn man auch einen guten und schön etwas älteren VO2 Max Wert hat. Bei einer neuen Uhr wird der Wert deshalb nicht aussagekräftig sein. Nach einiger Zeit des Workouts wird dieser Wert einem auch angezeigt.

 

Trainings Effect

Auch dieser Wert findet man bei den aktuellen Modellen der Forerunner Serie von Garmin. Hier geht es darum Rückschlüsse auf die aktuelle Trainingseinheit zu ziehen. Unterteilt ist dieser Wert in Aerob und Anerob. Je nachdem wie stark die Belastung ist desto höher ist der jeweilige Wert. Der Trainings Effect wird in Echtzeit angezeigt und gibt bereits während des Trainings durch das Steigen oder Sinken der jeweiligen Zone Aufschlüsse darüber, wie hart man trainiert. Daraus ergibt sich dann auch die Erholungszeit.

 

Erholungszeit

Nach einer absolvierten Trainingseinheit gibt auch dieser Wert eine Empfehlung wie lange man sich Erholen sollte um die nächste vor allem anstrengenden Einheit zu absolvieren. Diese Erholungszeit kann bis zu 4 Tage dauern, ist meist aber nur wenige Stunden lang. Berechnet wird diese aus verschiedenen Faktoren. Darunter der Trainings Effect, aber auch die Leistungsbewertung und der aktuelle Zustand. Auch hier muss man zuerst einige Trainings absolvieren, bevor der Wert Aufschlüsse gibt welche auch belastbar sind.

 

Trainingsbelastung

Auch Garmin hat einen Wert der sich um die Trainingsbelastung kümmert. Dieser Wert gibt an wie sehr man in den letzten 7 Tagen trainiert hat. Die Trainingsbelastung errechnet sich aus den letzten 7 Tagen und man sollte hier auch genau aufpassen, wie sich diese Wert verhält. Zudem vergleicht Garmin dieses Wert mit den langfristigen Trainingsbelastungen. Angezeigt wird nicht nur ein Wert, sondern auch farblich von Blau über grün nach rot, ob man sich in einem optimalen Bereich befindet. Der Wert berechnet sich aus den EPOC (Erhöhte Sauerstoffaufnahme nach dem Training) Werten. Die Summe dieser Einzelwerte ergibt die Trainingsbelastung der letzten 7 Tage. Hier heißt es vor allem aufpassen, wenn man in den hohen Bereich kommt. Dann kann es passieren, dass es zu keinen weiteren positiven Ergebnissen kommt. Ebenso im blauen Bereich, wenn die Trainingsbelastung zu niedrig ist.

 

 

 

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